wenn der magen knurrt, schwimmt der knurrhahn weiter und wir machen...

Aktualisiert: März 25

Caponata, ein sizilianisches Auberginen-Gemüse-Gericht.

In Sizilien hat natürlich jede Familie ihr eigenes Caponata-Rezept und genauso viele gibt es inzwischen im Internet. Ich mache daher auch mein eigenes Rezept und ihr habt natürlich auch jegliche Freiheit. Wir sollten uns vielleicht nur darauf einigen, dass #Caponata Auberginen enthalten und süß-sauer sein sollte. Staudensellerie sollte eigentlich auch drin sein, ich habe keine gute bekommen auf dem Markt, daher habe ich das Rezept ohne gemacht. Ich habe auch keine Tomaten reingemacht, denn ich finde, dass durch Kapern, Oliven und Essig ausreichend Säure und Umami-Geschmack enthalten ist. Ich interessiere mich ja immer für den Ursprung von Namen und bei Caponata hatte ich keine Vorstellung woher der Name kommt. Das allwissende Internet hilft weiter: Der Name Caponata stammt von "il capone" auf deutsch "Knurrhahn", dieser Meeresspeisefisch war früher die Hauptzutat der Caponata, bis die ärmliche sizilianische Bevölkerung den teuren Fisch durch #Aubergine ersetzt hat. Die Caponata wurde also schon früh in der Not veganisiert und ist somit auch ein Nachkriegsgericht.


ZUTATEN


1 Aubergine

1 rote Paprika

1 gelbe Paprika

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 EL Rosinen

1 EL Mandeln oder Pinienkerne (sind mir zu teuer)

2 EL geschnittene, entkernte schwarze Oliven

1 TL Fenchelsamen

2 EL #Kombucha oder Essig

1 TL Zucker oder #Zuckerrübensirup

Oregano und Pfeffer (eventuell Salz)


Vielleicht kocht ihr ungern mit Aubergine, da sie immer so viel Fett zieht, auch wenn man sie vorher salzt. Meiner Erfahrung nach bringt das Salzen nichts, das hat man früher gemacht, damit die Aubergine die Bitterkeit verliert. Unsere heutigen gezüchteten Auberginen sind ja überhaupt nicht mehr bitter, daher kann man sich das Salzen sparen. Ich dünste die Aubergine vorher, gib also Wasser in die Pfanne und erst wenn sich die Aubergine mit Wasser vollgesogen hat und weich ist, gib ich Öl dazu. Die #Paprika, #Fenchelsamen, #Rosinen, Oliven und Kapern gebe ich dann auch dazu. Die #Mandeln oder Pinienkerne röste ich vorher ohne Öl an. Zwiebel brate ich scharf in einer extra Pfanne mit #Oregano an für das herrliche Röstaroma, am Schluss gebe ich kleingeschnittenen Knoblauch dazu und lösche das Ganze mit der Essig-Zucker-Lösung ab. Jetzt vermengen wir alles in einer Schüssel und schmecken es noch mit Salz und Pfeffer ab und lassen es ein paar Stunden durchziehen bevor es serviert wird. Die Italiener sagen, die Caponata muss auf jeden Fall kalt gegessen werden. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie auch direkt warm zu Pasta wunderbar schmeckt. Also macht am besten gleich mehr, dann könnt ihr gleich den Knurrhahn in euch ruhig stellen und habt für die nächsten Tage noch ein tolles Antipasto, das ihr mit Brot essen könnt.



0 Ansichten

NEWSLETTER BESTELLEN

    © 2020 by self-made minimalist

    andreaerhard@gmx.de