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tortilla italiana oder farinata espagnola

Aktualisiert: Sept 8

Ich habe sie geliebt die Tortilla Española, es gibt sie in Spanien in jeder Bar warm oder kalt, mit oder ohne Baguette und immer lecker. Es ist eigentlich nur ein #Eieromelette mit #Kartoffeln und Zwiebeln, die Kunst besteht darin, dass sie außen schön braun und knusprig und innen saftig ist. Das Wenden der #Tortilla bedarf auch etwas Übung. Zu meiner Au-Pair-Zeit in Spanien gab´s die beste Tortilla bei Ángel in der Bar. In Spanien kann jede Frau und heutzutage auch die jüngeren Männer eine Tortilla machen und die Studenten machen sich "schnell mal" eine Tortilla, wenn sie nachts hungrig nach Hause kommen. Für mich war das eher immer ein aufwändigeres Gericht und weil ich nie Eier zuhause habe, habe ich das nie spontan gemacht. Neulich hatte ich einen Tortilla-Hunger und habe mal nach einer veganen Version gegoogelt: #Kichererbsenmehl, da hätte ich auch selbst darauf kommen können! Vor fünf Jahren war ich zum ersten Mal auf Sizilien und habe dort "Pane e Panelle" auf der Straße gegessen, das beste Streetfood, das ich jemals gegessen habe. Es handelt sich um frittierte Kichererbsenfladen, die auf einer Sesamsemmel oft zusammen mit Kartoffelkroketten gegessen werden. Für mich ein absoluter Exportschlager und umso erstaunlicher, dass ich Pane e Panelle bis heute niemals irgendwo anders gesehen habe, außer in Mailand auf einem #Streetfood Festival. Die italienischen Restaurants in Deutschland werden ja größtenteils von Sizilianern betrieben und trotzdem sind so viele sizilianische Gerichte in Deutschland nicht erhältlich. Für mich ist die sizilianische Küche die beste Italiens und ich glaube, die Italiener in Deutschland mussten ihre Gerichte wohl oder übel germanisieren und so was wie Pizza Hawaii anbieten, was sie selbst nie anrühren würden. In Ligurien habe ich später dann die Farinata entdeckt, ein Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl, daher wusste ich, dass sich ein Kichererbsenteig gut in der Pfanne machen lässt und lecker schmeckt. Für die spanische #Farinata brauchen wir also Folgendes:


ZUTATEN


2 große Kartoffeln, festkochend, geschält und in dünne Scheiben geschnitten 2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten 120 g Kichererbsenmehl 250 ml Wasser 1/2 TL #KalaNamak (Schwefelsalz, geht auch mit normalem Salz) 1/2 TL #Kurkuma (für die Farbe)

1 TL Fenchelsamen Salz Pfeffer


Das Kichererbsenmehl mit einem Schneebesen mit Wasser verrühren und mehrere Stunden oder auch einen Tag stehen lassen.

Das Geheimnis einer spanischen Tortilla ist übrigens, dass man sowohl die Zwiebel als auch die rohen Kartoffelscheiben in Olivenöl frittiert, in 2 Pfannen sonst brennen die Zwiebel an. Aus Zeitgründen habe ich auch schon gekochte Kartoffeln verwendet, kalorienärmer, kommt einem allerdings nicht so spanisch vor.

Bei der Originalvariante musste man warten bis die Kartoffeln und Zwiebeln abgekühlt waren, sonst wäre das Ei geronnen. Hier können wir die heißen Frittiergüter direkt in die Kichererbsenmasse unterheben, die zuvor nochmals mit dem Schneebesen schaumig geschlagen wurde. Jetzt geben wir die Gewürze dazu, erhitzen Olivenöl in einer beschichteten Pfanne und schütten die Masse hinein. Wenn der Boden schön braun ist, geben wir einen großen Teller auf die Pfanne und wenden die Tortilla, um sie auf der anderen Seite nochmals ca. 4 Minuten goldbraun zu backen.

Ihr werdet sehen und schmecken, die Mühe lohnt sich! Und wenn ihr es schafft, nicht alles auf einmal zu essen, habt ihr für den nächsten Tag einen tollen #Brotbelag zum Mitnehmen.

Das Rezept habe ich übrigens bei dailyvegan gefunden, wo es tolle Gerichte auf Sterneniveau gibt, aber mitunter auch ein paar einfache Geschichten für uns Minimalisten, die ich Euch gerne noch vorstellen werde.





Ich will nicht behaupten, dass die Kichererbsen-Tortilla genauso wie das Original mit Eiern schmeckt, auch wenn sie so aussieht. Das Kala Namak bringt meiner Meinung nach, in diesem Fall nicht so viel, denn der Schwefel verflüchtigt sich beim Kochen und sollte daher nach Möglichkeit erst am Ende zugefügt werden, was hier nicht möglich ist.

Ich sehe die Tortilla als eine aufgewertete Farinata, welche normalerweise nur #Fenchelsamen oder #Rosmarin enthält, also eine trockene Angelegenheit ist und nur warm gut schmeckt. Durch die Zwiebel und Kartoffel wird sie richtig saftig und die Fenchelsamen passen nach wie vor hervorragend. Der spanische Einfluss tut der Farinata richtig gut!


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