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tabula rasa machen

Dafür ist doch jetzt eine gute Gelegenheit! Und ich meine damit nicht den Supermarkt leer räumen, sondern Zuhause klar Schiff machen. Bei mir ist immer alles wichtiger und dringender als aufräumen, denn das Chaos läuft ja nicht davon, die Sonne draußen schon. Ich bin ein Meister darin, die Unordnung um mich herum komplett auszublenden und völlig in meinen Gedanken zu versinken, mein Freund ist da anders, er kann keinen klaren Gedanken fassen, wenn um ihn herum das Chaos das Ruder in die Hand nimmt. Inzwischen ist mir klar geworden, dass unsere Wohnung unser Inneres spiegelt. Bist du gerade sehr gestresst, liegen wahrscheinlich überall Klamotten herum oder noch Einkaufstüten vom letzten Frustkauf, die angefangenen Chips- und Kekspackungen sind auf den Tischen verteilt. In der Ecke spiegeln die Klopapierstapel deine Gier und Existenzangst wider. Andersherum beeinflusst der Zustand deiner Wohnung deinen psychischen Zustand. Eine aufgeräumte Wohnung beruhigt das Auge und hilft dir, dich auf eine Sache zu konzentrieren. Je weniger man hat, desto leichter ist es natürlich Ordnung zu halten. Ausmisten hat außerdem den Nebeneffekt, dich selbst besser kennen zu lernen und zu erkennen, welche Dinge dir wichtig sind und was du eigentlich gar nicht brauchst. So entdeckst du bestimmt einiges, was du nur gekauft hast um ein emotionales Bedürfnis zu befriedigen und nie verwendet hast, also gar nicht brauchst. Für diese Frustkäufe brauchst du zukünftig kein Geld mehr ausgeben und dafür brauchst du auch nicht mehr arbeiten.

Je weniger du hast und brauchst, desto flexibler kannst du auf Veränderungen reagieren. Du musst dich weniger absichern, da du nicht so viel hast, das bedroht werden kann. Existenzangst, in anglophonen Ländern übrigens als "German angst" bezeichnet, ist direkt proportional zu dem, was man besitzt. Also je mehr man besitzt, desto mehr Existenzangst hat man. Verrückt oder? In meinem Beitrag "brot gibt´s noch, spiele sind vorbei" ging es darum, durch Langeweile auf seine Lebensaufgabe zu kommen. Hier geht es um den Zusammenhang von #Minimalismus und #Selbstverwirklichung, denn wenn ich mich nur noch auf die Dinge konzentriere, die ich brauche und die mich wirklich zufrieden machen, komme ich meinen Wünschen und Zielen sehr viel näher.



"Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt."

Arthur Schopenhauer, 1788 - 1860





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