spaghetti alla coronesca

Nein, es handelt sich nicht um ein Nudelrezept mit Klopapier, die man derzeit im Netz findet. Dieses Pastagericht ist in Italien mindestens so beliebt wie Spaghetti Bolognese und heißt eigentlich spaghetti alla puttanesca, also nach Hurenart.

Ich interessiere mich ja grundsätzlich für die Herkunft von Namen. Santo Internet hat dazu verschiedene Theorien: Die Prostituierten haben sich das schnelle Gericht gerne zwischen ihren Terminen zubereitet oder sie durften nur einmal die Woche das Bordell zum Einkaufen verlassen und machten daher gerne dieses Nudelgericht aus haltbaren Zutaten, die in jeder italienischen Küche vorhanden sind. Für mich die wahrscheinlichste Variante ist, dass das Wort "puttana" als Schimpfwort gemeint ist und darauf abzielt, dass das Gericht aus Essensresten zubereitet wird, also dem "Scheiß", den man in der Küche noch so rumliegen hat.


Ich koche dieses Gericht oft und gerne, da ich Oliven und Kapern liebe, es so schnell und einfach geht und man alles da hat, auch in Zeiten der Corona, in denen man selten einkaufen geht. Ich habe mir nämlich vorgenommen 4 Wochen keinen Supermarkt mehr zu betreten, 3 Wochen habe ich fast schon geschafft und die Zutaten für die Corona-Spaghetti habe ich auch noch da.


ZUTATEN


passierte Tomaten oder eingelegte getrocknete Tomaten

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Peperoncino, Oregano

schwarze Oliven entsteint

Kapern

1 Apfel

Zucker, Salz und Pfeffer

Wasser nach Bedarf

Öl


Erst die Zwiebel in Öl anbraten und dann alle anderen Zutaten dazugeben. Egal ob ich passierte oder eingelegte Tomaten verwende, gebe ich immer gerne noch einen klein geschnittenen Apfel dazu, der die fruchtige Süße von frischen Tomaten imitiert. Lasst die Sauce ruhig eine Weile kochen. Probiert es aus, ist wirklich einfach und lecker und ein Gericht, das man auch noch nach Corona kochen kann!



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