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Oliven aus dem Netz

Aktualisiert: März 12

Ich bestelle die Oliven natürlich nicht im Netz, sondern mache sie selbst haltbar und somit auch genießbar. In diesem Beitrag stelle ich euch alle - mir bekannten - Methoden zur Konservierung von Oliven vor. Normalerweise macht man das im Winter. Nachdem ich aber immer noch Olivenbäume finde voller Oliven, die nicht abgeerntet wurden, bin ich nun im März wieder oder immer noch mit Oliven beschäftigt.


Olivenbaum im März

Oliven in Salzlake (olive in salamoia)


7 EL Natursalz auf 1 Liter Wasser

Gewürze nach Belieben: Rosmarin, Knoblauch, Lorbeerblätter, Fenchelsamen, Zitronenzesten etc.


Im Dezember habe ich die Oliven schon eingeschnitten (3 längliche Messerschnitte) und circa 4 Wochen in Wasser eingelegt. Wichtig ist, das Wasser alle 2 Tage zu wechseln, da sich sonst Bakterien und Schimmel bilden können. Durch das Wässern wird die Bitterkeit der Oliven entfernt, ihr könnt die Oliven regelmäßig probieren, um zu testen, ob sie schon genießbar sind. Anschließend werden sie in Salzlake eingelegt, bei dieser Fermentation werden sie weicher und nehmen den Geschmack der zugegebenen Gewürze an, an Bitterkeit verlieren sie dann allerdings nicht mehr. Um die Salzlake herzustellen nimmt man 7 Esslöffel unbehandeltes Salz (ohne Rieselhilfe) auf 1 Liter Wasser. Mit einem rohen Ei kann man testen, ob die Salzsole ausreichend ist. Sobald das Ei oben schwimmt, ist genug Salz enthalten. Jetzt fügt ihr nach Belieben Gewürze hinzu und schon nach ein paar Tagen könnt ihr die Oliven essen. Auf diese Weise halten sie mindestens bis zur nächsten Ernte.


Oliven in Salz eingelegt (olive sotto sale)


Oliven

grobes Meersalz unbehandelt


Diese Methode eignet sich besonders für die reiferen schwarzen Oliven. Direkt nach der Ernte werden die Oliven - ohne sie einzuschneiden - in Gläsern abwechselnd mit grobem Salz geschichtet. Wichtig ist, dass alle Oliven mit Salz bedeckt sind und die Gläser möglichst voll sind, damit wenig Sauerstoff hineingelangt. Nach ungefähr 3 Wochen sind die Oliven genießbar und haltbar.


getrocknete Oliven (olive infornate)


Die wohl einfachste Konservierungsmethode - sofern man einen Kamin hat - ist die Oliven am Feuer zu trocknen. Die reifen schwarzen Oliven eignen sich auch hier am besten. Alles, was man dafür braucht ist ein Netz, ich verwende dafür ein Wäschenetz. Das Netz hänge ich mit einer Wäscheklammer am Kamin auf, so dass es kein Feuer fängt und dennoch ausreichend Wärme abbekommt. Nach 4-5 Tagen könnt ihr die Oliven schon probieren und gegebenenfalls länger hängen lassen. Ich füge gerne die Zesten von unbehandelten Orangen ins Netz hinzu. Serviert werden die Oliven mit ein wenig Olivenöl und feinem Salz.



Oliven aus der Pfanne (olive in padella)


Olivenöl

1 Knoblauchzehe

feines Salz


Die sehr reifen schwarzen Oliven, die ich am Sonntag geerntet haben, eignen sich hervorragend, um sie direkt in der Pfanne zuzubereiten. Dafür wird ein wenig Olivenöl mit einer Knoblauchzehe und ein wenig Salz erhitzt und die Oliven darin etwa 5 Minuten gebraten. Das ist eine Möglichkeit die Oliven sofort zu konsumieren, allerdings nicht zur Konservierung geeignet.



Auch für diejenigen, die nicht in denselben Breitengraden wie Olivenbäume leben, ist ein Kraut gewachsen. Schlehen schmecken mediterran eingelegt wohl olivenähnlich und haben daher den Namen Eifeler Oliven verdient. Ich werde es bei nächster Gelegenheit für euch ausprobieren.

Das beste Heilmittel für diejenigen, die Angst haben, sich allein fühlen oder unglücklich sind, ist, nach draußen zu gehen, an einen Ort, an dem sie ruhig sein können, allein mit dem Himmel, der Natur und Gott. Denn nur dann fühlt man, dass alles so ist, wie es sein sollte.

Anne Frank



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