melissa und hugo

Aufgrund der Fülle der Holunderblüten habe ich auch Holundersirup gemacht. Allerdings mag ich süße Getränke und auch Hugo nicht so sehr. Hollersekt ist da eher mein Ding, zumal es ein fermentiertes Getränk ist wie Kombucha und für mich daher spannender. Hollersekt ist nicht mehr Aufwand als Hollersirup, er braucht nur noch einige Tage zum Fermentieren.


ZUTATEN (FÜR 3 LITER)


15 große Holunderblütendolden oder ca. 20 Melissenzweige / Rosmarinzweige

500 g Zucker

100 ml Apfelessig oder Kombucha

1 Bio-Zitrone

Bügelverschlussflaschen

3 Liter Leitungswasser


Holunderblütendolden ein wenig liegen lassen, damit Tiere das Weite suchen können, nicht waschen, nur Stiele und Schmutz entfernen. Zitrone waschen, in dünne Scheiben schneiden und zu den Blüten geben ohne Kerne. Zucker in 500 ml lauwarmem Wasser auflösen und mit Blüten und Zitrone verrühren. Weitere 2,5 Liter kaltes Wasser sowie den Apfelessig oder Kombucha dazugeben und bei Zimmertemperatur für zwei bis vier Tage ziehen lassen. Dann durch ein Tuch passieren und in saubere Flaschen füllen. Die Flaschen bewahrst du am besten an einem kühlen und vor Sonneneinstrahlung geschützten Ort auf, wie z.B im Keller, alternativ funktioniert es auch im obersten, wärmsten Fach des Kühlschrankes. Den Sekt für mindestens zwei Wochen gären lassen, dabei regelmäßig kontrollieren, ob Schimmel vorhanden ist. Nach der Reifezeit ist der Sekt trinkfertig. Flaschen vorsichtig öffnen! Ungeöffnet ist der Sekt bei kühler und lichtgeschützter Lagerung mehrere Monate lang haltbar. Die Flaschen sollten jedoch regelmäßig auf Schimmelbildung und auslaufende Flüssigkeit überprüft werden. Der Alkoholgehalt nimmt während der Reifung langsam aber stetig zu, währenddessen wird der Zucker abgebaut.

Es empfiehlt sich für die Flaschengärung Bügelverschlussflaschen zu verwenden da die entstehende Kohlensäure nur bei verschlossenem Deckel im Sekt bleibt. Durch die Dichtung kann der Druck entweichen, sodass die Flaschen nicht platzen.


Der Hollersekt hat mir so gut geschmeckt und auch besser als Hugo, so dass ich gar keine Veranlassung mehr habe aus Holundersirup und gekauftem Prosecco einen Aperitif zu machen, sondern stattdessen Hollersekt trinke. Analog dazu habe ich Zitronenmelissensekt und Rosmarinsekt hergestellt, die auch sehr spritzig und erfrischend sind. Das Holundersektrezept habe ich so auf kostbare Natur gefunden.


"Liebe und Büro ist ja wie Sekt aus der Schnabeltasse zu trinken, da musste dich nicht wundern, wenn´s schnell aufhört zu prickeln."

Bernd Stromberg, Abteilungsleiter Capitol



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