indonesische küche und krabbencocktail

Zu meiner Studienzeit hat mir ein Kommilitone mal ein einfaches, billiges indonesisches Gericht gezeigt, zum einen weil er Halb-Indonese ist und zum anderen weil er sich gerne über die schwäbische Sparsamkeit lustig gemacht hat. Ich habe es jetzt das erste Mal nach dem Studium wieder gekocht und hoffe, dass ich nichts vergessen habe, ansonsten gehe ich davon aus, dass mein damaliger Studienkollege das Rezept im Kommentar richtig stellt! Es war jedenfalls lecker und man braucht nichts Exotisches, lediglich süße indonesische Sojasauce, die im Asia-Laden und in vielen Supermärkten unter dem Namen Ketjap Manis verkauft wird. Wir können die Sauce auch aus normaler Sojasauce selber machen, vielleicht ist es ja doch nicht euer Fall und dann habt ihr nicht die angebrochene Flasche rumstehen. Ihr braucht also:


ZUTATEN


250 g Spaghetti

2 Kartoffeln

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

25 ml Sojasauce

25 g Zucker

Cayennepfeffer nach Geschmack

Wasser nach Bedarf

1 rote Paprika


Die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden. Bio-Kartoffel verwende ich immer ungeschält, auch wenn mein Vater sagt, das ist ja wie nach dem Krieg, passt ja gerade ganz gut zum Zeitgeist. Die Kartoffel könnt ihr zusammen mit den halbierten Nudeln kochen, nur dementsprechend früher ins Wasser geben. Ich finde es nicht schlimm, wenn Kartoffel zu weich sind, Nudeln sollten allerdings nicht matschig sein. Die #Sojasauce erhitzt ihr in einem Topf und löst den Zucker unter ständigem Rühren darin auf. Sie muss nicht reduziert werden, es reicht, wenn der Zucker schmilzt, auch wenn die original süße Sojasauce ziemlich dickflüssig ist. In einer Pfanne Zwiebel, Paprika und Knoblauch anbraten, zum Schluss alles zusammen mit der Sojasauce in der Pfanne vermischen und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.


Dieses Gericht habe ich während meiner Studienzeit öfter gemacht, da es aus wenigen gut haltbaren Zutaten besteht, durch den Blog habe ich mich wieder daran erinnert und werde es wieder öfter kochen.


Sehr oft hat auch mein damaliger Mitbewohner damals für mich gekocht und ich habe auch schon überlegt, was ich euch davon vorstellen könnte. Allerdings war kaum was davon #vegan und #minimalistisch schon gar nicht. Ich erinnere mich, als er vom Einkaufen kam und sich darüber beschwert hatte, dass der Plus auch immer teurer wird. Er hätte nur für ein Frühstück 19 EUR bezahlt. Sein Einkauf bestand aus Krabbencocktail, Räucherlachs, Sekt und anderen Frühstückbasics. Dabei hat er schon auch aufs Geld geachtet und aus Sparsamkeitsgründen Apfel Cidre statt Apfelsaftschorle gekauft. Apfelschaumwein können wir ja inzwischen mit einer Zweitfermentation von Kombucha und Apfel auch selber machen.

Während meiner Studienzeit habe ich im Vergleich zu jetzt sehr aufhausig (schwäbisch für über seine Verhältnisse) gelebt, wenn ich zum Essen eingeladen war.


"Die Genialität einer Küche liegt in ihrer Einfachheit. Kompliziert kochen kann jeder."

abgewandeltes Zitat von Sergej P. Koroljow, russischer Raumfahrttechniker



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