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  • Andrea

hydroponik und ho´oponopono

Hydroponik beziehungsweise Aquaponik bin ich zum ersten Mal auf der Weltausstellung 2015 in Mailand begegnet. Sie bezeichnet die Verbindung von Aquakultur, also der Aufzucht von Wassertieren wie etwa Fischen mit der Kultivierung von Nutzpflanzen. Fische werden in großen Becken gehalten und das mit Fischkot angereicherte Wasser wird zur Umspülung von Pflanzenwurzeln wie zum Beispiel Tomaten oder Salat verwendet. Anschließend wird das Wasser wieder ins Fischbecken zurückgeführt. Es handelt sich also um eine Kreislaufwirtschaft, wie sie in der Permakultur praktiziert wird. Für die Fischzucht hat es den Vorteil, dass das Wasser nicht überdüngt und gewechselt werden muss, da durch die Symbiose von Fischen und Tomaten ein Stickstoffkreislauf geschaffen wurde. Das System hat mich damals nicht überzeugt, da es sehr steril und unnatürlich daher kam mit den Fischen, die in Plastiktanks gehalten wurden und Pflanzen ohne Kontakt zur Erde. Vor ein paar Wochen habe ich nun selbst ein kleines Hydroponik-System angelegt. In unserem Wasserbecken wachsen sehr viel Algen, da das Wasser aufgrund der einfallenden Früchte sehr nährstoffreich ist und die Sonne ganztägig darauf strahlt. Das Wasser eignet sich selbstverständlich hervorragend zum Gießen, allerdings ist es unvermeidlich Froschlurche und Kaulquappen mit auszugießen, daher verwende ich lieber das Wasser aus einem anderen Becken. Unser Garten ist in Hanglage, folglich fließt nicht nur das Wasser, sondern auch die Nährstoffe den Hang hinunter. Bei täglich knapp 40 Grad ohne Regen gedeihte unser Salat so gut wie gar nicht. All das brachte mich auf die Idee, die fast eingegangenen Pflänzchen versuchsweise aufs Wasser zu setzen. Als Schwimminseln verwendete ich ein styroporähnliches Material, das als Trittschutz unter Bodenbelägen verlegt wird. Nach drei Wochen haben sich die Salatpflanzen gut entwickelt. Ich habe außerdem einen Blumenkohl als Starkzehrer aufs Wasser gesetzt, abgebrochene Zweige von Tomaten und einen Basilikum. Die grünen Tomaten an den abgebrochenen Zweigen reifen tatsächlich noch nach auf dem Wasser. Das Wasser ist derart nährstoffreich auch ohne Fische, dass sich der Algenwuchs bisher kaum reduziert hat. Die Nährstoffe kommen nicht nur von den im Dezember und Januar herabgefallenen Kakis, sondern auch vom Kot der zahlreichen Frösche.


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Auf Ho´oponopono bin ich erst letztes Jahr gestoßen. Ho´oponopono kommt aus dem Hawaiianischen und bedeutet so viel wie "in Ordnung bringen". Die polynesischen Ureinwohner meinen damit ein traditionelles Heilungsritual, das in der Familiengruppe durchgeführt wird. Es ist eine Familienkonferenz abends am Lagerfeuer, bei der durch Gebet, Aussprache, Reue und gegenseitige Vergebung die Ordnung wiederhergestellt wird. Ehrlichkeit als Grundvoraussetzung für das Verfahren wird durch die Einladung der Götter und Ahnen zum Anfang der Zeremonie gewährleistet. Dem polynesischen Glauben nach, wird eine Lüge, unehrliche Entschuldigung oder eine abgelehnte Verzeihung prompt von den Vorfahren und Göttern bestraft. Dem Ritual liegt außerdem die Überzeugung zu Grunde, Fehlverhalten beziehungsweise die daraus resultierenden Schuldgefühle erzeugen Krankheiten. Die Einwohner Vanuatus glauben, dass Geheimnisse Krankheiten verursachen. Sobald ein Fehler eingestanden ist, hat er nicht länger Macht über einen Menschen.

In unserer heutigen Gesellschaft existieren kaum mehr sichere Räume für ehrliches Mitteilen. Psychotherapeuten stellen diesen Raum zur Verfügung, bei Familienaufstellungen geschieht nichts anderes als bei Ho´oponopono, die Aussöhnung mit seinen Familienmitgliedern und Ahnen mit dem Unterschied, dass dieses Verfahren immer Einzeln und nicht im Kreise der Familie, sondern mit fremden Stellvertretern ausgeführt wird. Sich selbst oder einem Therapeuten gegenüber ehrlich zu sein ist ein wichtiger heilsamer Schritt. Noch viel heilsamer ist das Eingeständnis von Fehlern, wenn wir es vor einer größeren Gruppe und den Menschen, die uns nahe stehen machen.


Ich habe für mich das offene, ehrliche Mitteilen in Form eines Buches gewählt, das im Herbst im LebensGut Verlag erscheinen wird. Meine erste Ho´oponopono-Zeremonie im kleinen Kreise konnte ich bei einem Interview für Mischas Online-Club "Mensch Mischa" zum Thema "Entschamifizierung - die heilsame Wirkung von Offenheit und Ehrlichkeit" erleben. In diesem Interview erzähle ich sehr ausführlich und natürlich offen und ehrlich über den Inhalt meines Buches. Auf Mischas Telegram-Kanal kannst du dir die Aufzeichnung kostenlos ansehen.



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Die Angst davor, ein Scheitern einzugestehen, übersteigt die Angst zu scheitern um ein Vielfaches.


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