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how i met my money mindset

Hast du schon mal was von money mindset gehört? Auf deutsch könnte man sagen, es geht um unsere unbewussten Glaubenssätze über Geld. Durch die Beschäftigung mit dem Blog habe ich mich auch mit meiner Beziehung zu Geld auseinandergesetzt.

Sparsamkeit empfand ich eigentlich immer schon als positive Eigenschaft, da es mich davor bewahrt, Geld zu verlieren und sie hilft mir auch mit wenig Geld auszukommen. Denn ich habe oft erlebt, dass Geld haben keine Frage von Einkommen ist, sondern vom Umgang mit Geld und von den eigenen Bedürfnissen abhängt. Durch den Blog habe ich bemerkt, dass Sparsamkeit nicht peinlich sein muss und inzwischen durchaus gesellschaftlich akzeptiert ist, weil man dadurch auch die Umwelt schützt. Ich habe darüber hinaus festgestellt, dass ich nicht alles, was ich geschrieben habe und als richtig empfinde, auch umsetzte. Gerade das Thema Loslassen fällt mir sehr schwer, wenn es um Gegenstände (vor allem Kleider) und auch Geld geht. Die Sparsamkeit ist also ein wenig außer Gleichgewicht geraten bei mir, sie ist nicht per se gut oder schlecht, sondern es kommt wie immer auf die Motivation an und mir ist klar geworden, dass meine Motivation zu sparen nicht immer Bedürfnislosigkeit ist, sondern meistens von einem unguten Gefühl begleitet wird, Geld auszugeben, also loszulassen.


Kennst du deine Glaubenssätze bezüglich Geld? Welche Sätze und Sprichwörter zu Geld fallen dir spontan ein? Was denkst du darüber? Du kannst ja mal im Internet nach Glaubenssätzen zu Geld schauen, wenn dir dazu nicht so viel einfällt.

Immer wenn du beim Lesen denkst, das ist kein Glaubenssatz, sondern ein Fakt, kannst du davon ausgehen, dass es ein starker Glaubenssatz von dir ist. Manchmal denkst du auch, das ist Unsinn, unbewusst beeinflusst dich der Glaubenssatz trotzdem.


Auf youtube hat sich inzwischen eine spirituelle Szene von Motivationscoaches etabliert, die vor Corona große Hallen und ihre Geldbeutel gefüllt haben, indem sie predigen, dass Geld und Statussymbole nicht glücklich machen. Die Zufriedenheit kommt von innen durch Loslassen. Mit diesem Erfolgskonzept ist bereits eine spirituelle Institution extrem reich geworden. Gerade die katholische Kirche hat sehr viele negative Glaubenssätze zum Thema Geld erfolgreich in mir gepflanzt. Daher scheint Spiritualität, Esoterik und auch Minimalismus und Reichtum für mich nicht unter einen Hut zu gehen. Von den Bienen habe ich gelernt, dass es nicht natürlich und vernünftig ist, viel mehr anzuhäufen als man braucht. Das hat meinen negativen Glaubenssatz zu Reichtum noch genährt, denn reiche Menschen sind entweder Workaholics, arbeiten in einer "bösen" Branche, verlangen unverschämte Preise oder verhalten sich sonst in irgendeiner Weise unmoralisch. Jedenfalls muss irgendwer für die große Gewinnspanne bezahlen, die Umwelt in jedem Fall.


Die spirituelle Visionärin und Autorin Laura Seiler geht ganz offen mit dem Thema Geld um und sagt sogar, jeder sollte das Ziel haben reich zu werden, denn es ist genug für alle da. Mit viel Geld hat man nämlich die Freiheit mehr Zeit für sich, seine Familie, für Weiterbildung zu nutzen oder auch ein Buch zu schreiben. Mit viel Geld kann man auch viel Gutes tun. Geld an sich ist eigentlich neutral, entscheidend ist, wie man sich davon beeinflussen lässt und wie man damit umgeht.

Ich finde es so schade, dass die Stimmung so oft kippt, wenn Geld zur Sprache kommt und dass es so oft schambehaftet ist, über Gehalt zu reden, egal ob wir viel oder wenig verdienen, ob wir einen Lohn für unsere Leistung aufrufen oder nach dem Preis für etwas fragen. Ihr habt bestimmt einige Beispiele in eurem Bekanntenkreis von Erbschaftsstreitigkeiten oder habt vielleicht selbst schon im Freundeskreis erlebt, dass es zu Streit oder sogar zum Bruch kam aufgrund von Geld. Kein Wunder, dass wir unbewusst uns einreden, dass es besser für uns ist, weniger Geld zu haben. Ich begegne immer noch fast täglich meinem money mindset und es löst wie früher negative Gefühle bei mir aus mit dem Unterschied, dass ich nicht gleich reagiere und verbal zurückschlage, weil ich mir jetzt bewusst darüber bin, dass ich allein für diese Gefühle verantwortlich bin. Ich heule erst einen Tag und lass meine Wut und meinen Ärger raus, wenn ich allein bin und dann erst handle ich.


Laura Seiler beschreibt in ihrem Podcast, wie man eine positive Einstellung zu Geld bekommen kann. Stell dir mal vor, dass du dich darüber freuen kannst, eine Rechnung zu bezahlen, weil du dankbar bist, dass jemand für dich eine Leistung erbracht hat und dass das Universum dir die Fülle gegeben hat, die Rechnung bezahlen zu können.


Entscheidend für mich ist wie immer die Motivation, welche primär niemals Geld sein sollte. Du solltest das machen, von dem du überzeugt bist und das voll und ganz dir entspricht mit der Motivation jemandem damit zu dienen. Mit der Überzeugung, dass deine Dienstleistung anderen dient, kannst du auch einen angemessenen Preis dafür verlangen. Nur so kannst du Menschen mit deiner Arbeit berühren, was die Voraussetzung dafür ist, viel Geld zu verdienen. Die 2. Voraussetzung ist ein positives money mindset.


Ein weiteres wichtiges Prinzip ist, dass Geld fließen muss, wo wir wieder beim Loslassen wären. Wie lässt sich das mit dem Thema Minimalismus unter einen Hut bringen? Laura verwendet zum Beispiel das 6-Konten-Modell, das vorsieht ca. die Hälfte deines Einkommens für laufende Ausgaben zu verwenden (Miete, Essen, Versicherungen), 10% für Spaß, 10% Rücklagen, 10% Spenden, 10% Weiterbildung und 10% für die goldene Gans (unantastbar). Für manche bedeutet Spaß sich neue Schuhe zu kaufen, man kann auch ins Theater gehen und Kulturschaffende unterstützen. Du hast bei jeder Konsumentscheidung die Wahl welche Produktionsbedingungen und Branchen du unterstützen willst, mit finanzieller Freiheit umso mehr, also bedeutet mehr Geld im Umlauf nicht grundsätzlich mehr Konsum an materiellen Gütern und Belastung der Umwelt, sondern die Freiheit und die Wahl auf nachhaltige Alternativen zurückzugreifen.


I wish everyone could experience being rich and famous, so they´d see, it wasn´t the answer to anything.

Jim Carrey, amerikanischer Schauspieler und Komiker


Quelle:

Laura Seiler: https://www.youtube.com/watch?v=0IWwKnR3obg&t=132s

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