hollig

Aktualisiert: Mai 28

Dieses Frühjahr habe ich mir vorgenommen Löwenzahnsirup zu machen, zumal ich dieses Jahr keine eigenen Bienen habe. Außerdem ist mir wertvoller Honig als Brotaufstrich zu schade, ich verwende ihn nur als Medizin. Aufgrund der Situation in den letzten Wochen war ich in meinem Bewegungsradius sehr eingeschränkt und hatte keine Chance an Löwenzahnblüten oder Ähnliches zu kommen. Nun bin ich wieder in der Natur und völlig überwältigt von der Fülle an Blüten. Es gibt fast alles hier außer Löwenzahn. Daher mache ich meinen Sirup aus Holunder- und Fliederblüten und das Ergebnis ist toll. Mir schmeckt der Sirup als Brotaufstrich sogar besser als Honig, nicht identisch, viel blumiger. Honig ist zweifelsohne viel gesünder und hat viel bessere Inhaltsstoffe wie alle fermentierten Lebensmittel. Das gilt natürlich nur für Imkerhonig und nicht für hocherhitze Reissiruppampe aus China, die im Supermarkt in der praktischen Plastikpresstube als Honig verkauft wird. Darüber habe ich ja bereits einen Beitrag geschrieben.


Für 500 g Blütensirup benötigst du Folgendes:


ZUTATEN


GRUNDZUTATEN:

500 g Zucker

1/2 Liter Wasser

1 Bio-Zitronen

optional 1 Bio-Orange


1 der folgenden Blütensorten und optional Kräuter:

10 Fliederblüten

100 Löwenzahnblüten (nur die gelben Blätter)

25 Holunderblütendolden

20 EL frische Lavendelblüten

6 Zweige Rosmarin oder Thymian



Blüten eine Weile stehen lassen, damit Insekten Zeit haben das Weite zu suchen, nicht waschen, da ansonsten der Pollen verloren geht. Wasser in den Topf geben, erhitzen und dann die Blüten dazugeben. Zitronen und Orangen in Scheiben schneiden und ohne Kerne (die machen den Sirup bitter) ab in den Topf. Kurz aufkochen und dann gerne alles 24 Stunden ziehen lassen. Die Masse durch ein mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb abschütten und auspressen. Den gewonnen Saft mit dem Zucker sirupartig einkochen. Wichtig - bitte immer wieder umrühren - der Vorgang kann einige Zeit dauern bis zu 1 Stunde. Man sollte hin und wieder einen Geliertest machen und den Sirup vom Löffel tropfen lassen und kalt werden lassen. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, wird der Sirup noch heiß in Schraubgläser abgefüllt, Deckel darauf und abkühlen lassen. Vorsicht Gläser sind sehr heiß, also unbedingt Küchentuch verwenden! Je länger ihr den Sud kochen lasst, desto dunkler und aromatischer wird er, aber die Gefahr besteht, dass ihr den richtigen Zeitpunkt verpasst und der Sirup dann zu Karamell wird. Er lässt sich dann nicht mehr so leicht auf`s Brot schmieren.

Dieses Rezept ist eine Mischung aus der Anleitung von smarticular und ohlala & solala.



Ich habe den Sirup auch ohne Zitrusfrüchte gemacht um zu sehen, wie sich das auf den Geschmack auswirkt. Meiner Empfindung nach wirken sich die Zitrone und Orange kaum auf den Geschmack aus, jedoch auf die Farbe. Die Blüten werden über Nacht braun ohne die Zitrusfrüchte, so dass der Sirup so dunkel wie ein Waldhonig wird. Auch die Zugabe von Kräutern macht den Sirup dunkler.



"Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut."

Augustinus Aurelius, 354 - 430, Bischof von Hippo, Philosoph und Kirchenvater


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