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hast du den gleichen anspruch an dich wie an dein essen?


Ich denke die letzten Tage viel über Zeit nach, vielleicht weil ich mir selbst gerade Druck mache und ich bei allem was ich tue einen gewissen Stress spüre. Seit gestern versuche ich bewusst auf Achtsamkeit und weniger auf Effizienz zu achten.


Es läuft gerade ein toller Online Summit zum Thema "Zeit des Wandels - die weibliche Kraft kehrt zurück" mit ungefähr 5 Stunden kostenlosen Videos täglich. Ich habe oft beim Kochen nebenbei ein Video angeschaut, ich bin ja schließlich eine Frau und multitaskingfähig. Entweder musste ich das Video nachher nochmals anschauen, weil ich nicht einmal die Hälfte mitbekommen habe oder ich habe Salz mit Zucker verwechselt. Interessant in diesem Zusammenhang finde ich auch, dass im Berufsleben von Männern und von Frauen erwartet wird, weibliche Energie zu unterdrücken, Multitasking wird hingegen ganz gerne gesehen. Es mag sein, dass Frauen im Multitasking eher besser sind als Männer. Selbst wenn Frauen gute Ergebnisse erzielen, bleiben die Ergebnisse doch immer hinter dem zurück, was sie erreichen könnten, wenn sie sich voll und ganz auf eine Sache konzentrieren würden. Gibst Du Dich mit gut und günstig zufrieden oder ist Dir Qualität wichtiger als Quantität? Im Übrigen ist das beste Bio-Essen Perlen vor die Säue, wenn ich hastig wie ein Schwein, im Gehen oder gestresst esse. Dieser Vergleich war unangebracht, denn ich habe noch kein Tier gesehen, das im Gehen frisst.


Abgesehen vom Ergebnis hat die Zeit auch eine ganz andere Qualität. Wenn ich ganz bewusst nur eine Sache mache ohne Stress, kann ich die Tätigkeit ganz anders genießen, ich bin dann vielleicht sogar im Flow. Ich möchte meine Zeit effizient nutzen um dann mehr Zeit zur Verfügung zu haben für Dinge, die mir Freude machen. Da bin ich wieder bei den Indianern. In einem vorherigen Beitrag habe ich bereits geschrieben, dass es bei den Naturvölkern gar kein Wort für Arbeit gibt, es wird also nicht unterschieden zwischen Tätigkeiten, die man tun muss oder die man freiwillig macht noch zwischen Tätigkeiten, die zum Überleben dienen oder die man aus Spaß macht. Die Indianer gestalten jede Tätigkeit so, dass sie Spaß daran haben, ohne Stress und ohne Druck. Die Aussicht auf das fertige Ergebnis ist Motivation genug. Wenn ich meine täglichen Tätigkeiten nicht als Stress und Arbeit empfinde, brauche ich auch keine Freizeit und keinen Urlaub. Was macht es also für einen Sinn mehrere Sachen auf einmal zu machen, sich zu stressen um dann mehr Freizeit zu haben, die man dann für ineffiziente Tätigkeiten verwendet, die einem nur deshalb Spaß machen, weil einem niemand Druck und Stress macht.


Ich möchte jeden Tag Zeit haben für Stille und Meditation. Diese lässt sich hingegen ganz gut in den Alltag integrieren. Beim Abspülen, was keine besondere Konzentration erfordert, kommen mir die kreativsten Ideen für Rezepte, Blogbeiträge und mehr.


Schwein Achtsamkeit Spiritualität DIY Autarkie Selbstversorgung Hier und Jetzt Entschleunigung Arbeit Freizeit Indianer Naturvölker Continuum Concept Meditation Multittasking
Je mehr ich mich an der Natur orientiere, desto weniger bin ich bereit Kompromisse zu machen.

Andrea Erhard


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