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griechischer bauernsalat

Aktualisiert: Mai 10

In meiner Vorstellung sollte rund um den Olivenbaum vor unserem Haus Gemüse wachsen. Im Internet habe ich keine Beetpartner von Olivenbäumen gefunden weder auf deutschen noch auf italienischen Seiten. In der Mischkultur benachbart man Pflanzen, die sich gegenseitig unterstützen und positiv beeinflussen. Interessanterweise sind das oftmals Gemüse und Kräuter, die man beim Kochen auch zusammen verwendet. Tomaten und Basilikum ist zum Beispiel so ein Traumpaar, denn der Basilikum hält die weiße Fliege und den Mehltau von den Tomaten fern. Aromatische Kräuter sind allgemein sehr gut um Schädlinge fern zu halten. Ebenso harmonieren Bohnen und Bohnenkraut sowie Kartoffel und Kümmel sehr gut sowohl im Beet als auch auf dem Teller zusammen.


In Mexiko habe ich erstmals die sogenannte Milpa gesehen. Dabei handelt es sich um eine Mischkultur, die die Mayas seit Jahrhunderten dort anwenden. Sie besteht aus drei Pflanzen: Mais dient Bohnen als Rankhilfe, während die Bohnen den Mais mit Stickstoff versorgen. Die großen Blätter des Kürbis bedecken den Boden und schützen ihn so vor Erosion und Austrocknung. Das Wort "milpa" stammt aus der indigenen Sprache Nàhuatl und bedeutet "Saatfeld am Ort". Die Milpa bildet das Grundgerüst der Landwirtschaft auf der Halbinsel Yucatán, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Mayas heute noch morgens, mittags und abends Maistortillas mit Bohnenmus essen, Kürbis habe ich bei meinen einwöchigen Aufenthalt bei einer Mayafamilie nicht bekommen. Letzte Woche beim Pflanzenkaufen musste ich schon an den Maya-Opa Marcos denken, denn wir haben unter anderem Melonenpflänzchen gekauft und Marcos hat uns damals vor 6 Jahren schon prophezeit, dass wir mal Melonenbauern werden. Er sagte damals ganz im Ernst: "In Europa kann man doch nicht leben, da ist permanent Krieg. Kauft hier ein Stück Land und baut Melonen an."


Ich habe also überlegt, was ich unter dem Olivenbaum pflanzen könnte, die Einheimischen hier konnten mir auch keinen Ratschlag geben, denn für sie muss Landwirtschaft großflächig und leicht zu bearbeiten sein. Im Internet heißt es, Olivenbäume harmonieren sehr gut mit Gemüseanbau, da sie Wasser speichern und es auch gerne an Nachbarn abgeben, man müsste also weniger gießen. Außerdem werfen Olivenbäume relativ wenig Schatten, vor allem wenn sie geschnitten wurden. Die Äste nach innen werden großzügig abgeschnitten, so dass in der Mitte quasi ein Loch in der Krone entsteht und viel Sonne durchkommen kann. Welche Gemüsesorten sich als direkte Nachbarn von Oliven eignen, wurde allerdings nicht erwähnt.


Nur ein Meter vom Olivenbaum entfernt steht unser Esstisch und daher lag es nahe, Gemüse zu pflanzen, die man direkt pflücken und essen kann, also kleine Tomaten und Gurken vielleicht. In Italien wird regionales Gemüse als "Gemüse aus 0 km" (Entfernung) bezeichnet, daher gefällt mir die Vorstellung von Gemüse aus 1 Meter Entfernung. In Erinnerung an die Milpa der Mayas sind mir die alten Griechen und der griechische Bauernsalat eingefallen. Also habe ich alles für einen Bauernsalat unterm Olivenbaum gepflanzt: Tomaten, Gurken, Paprika, Salat und Basilikum, die Oliven und das Öl muss man allerdings vom Vorjahr nehmen und die roten Zwiebel sind auch nur drei Meter weiter. Ziegen haben wir leider keine, da muss ich auf meine Kombucha Pickles zurückgreifen.


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Nachdem ich das Beet angelegt hatte, ist mir eingefallen, dass die alten Griechen noch gar keine Tomaten hatten, die hat ja Kolumbus erst 1492 aus Amerika mitgebracht. Egal, Gurken und Tomaten vertragen sich im Freiland ganz gut, im Gewächshaus eher nicht, Basilikum und Salat kommen mit allem aus. Ich stelle mir vor den Olivenbaum als Stütze für die Tomaten zu verwenden, mal sehen, ob das klappt. Mein griechischer Bauerngarten direkt vor dem Haus gefällt mir jedenfalls richtig gut und ich bin gespannt wie er sich entwickelt!


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Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.

Marcus Tullius Cicero, römischer Philosoph


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