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brot gibt´s noch, spiele sind vorbei

Aktualisiert: März 17

Was bisher in der Berufswelt immer mehr vorkam, bedroht nun viele Menschen in der Freizeit: Boreout, eine Langeweile, die krank macht, das Gegenteil von Burnout. Viele von uns wurden nun ganz überraschend aus ihrem Hamsterrad gerissen, was sich zunächst ganz positiv anhört, sofern die Weizenrationen weiterhin verteilt werden. Blöderweise können wir unsere Freizeit nicht wie üblich genießen: keine Fußballspiele, keine Konzerte, keine Veranstaltungen, keine Partys, im Fernsehen kommen auch nur Wiederholungen. Da fällt einem zwangsläufig die Decke auf den Kopf.

Was ist eigentlich so schlimm an Langeweile? Vielleicht kennt ihr den Satz: Nichts ist so schwer wie Nichtstun. Dauergestresste werden sagen, sie wären froh um Langeweile, aber gerade für diese Menschen ist es meistens besonders schlimm, wenn sie gezwungen sind, nichts zu tun. Ihr Kopf setzt sie unter Druck und sorgt sehr oft für eine Depression. Tatsächlich haben wir in der Langeweile eine große Chance, denn wenn wir den Kopf außen vor lassen, besinnen wir uns auf unser Unterbewusstsein. Es meldet sich oft im Schlaf und gibt uns Ideen, Inspirationen und Intuitionen, die mit unserer Lebensaufgabe zu tun habe und die wir allein mit dem Kopf gar nicht wahrnehmen können. Wir müssen oft durch eine "lange Weile" schreiten um dorthin zu kommen und uns selbst verwirklichen zu können. Langeweile kann der große Auftakt zu etwas Neuem sein, zu einer neuen Lebensaufgabe. Aus diesem Grund werden in Meditationszentren monotone Tätigkeiten ausgeführt, als spirituelles Erlebnis. Auf Minimalismus-Blogs und Nachhaltigkeits-Seiten wie Utopia werden Tipps gegeben wie man die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen kann, beispielsweise mit einem Frühjahrsputz, der auch sehr meditativ sein kann. Auch Christof von einfach bewusst rät dazu die Zeit sinnvoll zu nutzen, sich zu besinnen, die Wohnung auszumisten, sich den Satz "Ich habe keine Zeit" komplett abzugewöhnen und diese Phase wie eine Diät für eine Lebensumstellung zu nutzen und idealerweise in die wunderbare Welt des Minimalismus einzusteigen.



„Verzage nicht, auch bei allzu großem Leid; vielleicht ist das Unglück die Quelle eines Glücks.“

Menander, griechischer Komödiendichter (341 v. Chr. – 291 v. Chr.)






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